BackJan Naumann - Arbeiten in Sambia mit Humana People to People Es ist wohl der Anfang einer fantastischen und unvergleichlichen Erfahrung gewesen, als ich im Spaetsommer '98 auf ein Plakat reagierte, das mit "Work in Africa-making a difference" warb. Ich rief unter der angegebenen Telefonnummer an und liess mich neugierig auf eine Einladung zum Info-meeting in Dänemark ein. Diese Veranstaltung ueberzeugte mich und so schrieb ich mich in einer der Schulen ein.
Diese Schule ist die Reisende Volkshochschule in Holsted. Sie war zu diesem Zeitpunkt noch nicht bezugsfertig, da sie zwei Jahre lang leer stand und davor ca 150 Fluechtlinge aus dem Kosovo in ihr untergebracht waren. Da hiess es in die Haende zu spucken und kraeftig mit anpacken. In den ersten zwei Monaten des Kurses war unser Team ausschliesslich damit beschaeftigt, die Schule zu renovieren und einzurichten, neue Wände zu ziehen, Teppichboeden zu legen, jahrzehnte alten liegengebliebenen Schrott zu entsorgen und das Computernetzwerk zu installieren und aufzubauen. Das war die geniale Gelegenheit, praktisches arbeiten im Team zu erlernen. Und selbst heute kann es jeder sehen, der die Schule besucht: Wir haben gute Arbeit geleistet.
Als dann endlich die Computer benutzbar waren und wir zu mehr "schulueblicheren" Methoden des Lernens kamen, sprach mich die Schulleiterin, Inge Ballegaard an, ob ich nicht Lust haette nach Sambia zu gehen und den Aufbau einer Hope-Station mitzuorganisieren. Natuerlich hatte ich Lust. Also lernte ich über die Geschichte in Sambia, Kulturen, Staemme, Gesellschaft. Und wir diskutierten im Team, warum Aids so dramatisch weit verbreitet ist im suedlichen Afrika. 70% aller weltweit regestrierten Aids
Fälle treten suedlich der Sahara auf. In Sambia ist ca 25% der Bevoelkerung HIV infiziert. Ich lernte über HIV und Aids, über die Wirkungsweise des Virus, medizinisch und gesellschaftlich. Ich lernte, das Aids ein Tabu war in Sambia. Ich wuerde im Rahmen des Child Aid Projektes arbeiten. Dieses organisiert Familien in den laendlichen Regionen des Gebietes und erreicht mit seinen Programmen rund 2000 Leute. Diese sind eingeteilt in Familiengruppen, welche durch teilnahme am Child Aid Programm dazu beitragen z.B. die Kindersterblichkeitsrate zu senken und die hygienischen Bedingungen zu verbessern. Von diesem guten Beispiel lernen dann andere Familien wieder und so vollzieht sich ein Wandel zum Guten.
Nach sechs Monaten in Holsted kam die Zeit, meine Sachen zu packen und zusammen mit meinen Kolleginnen und Kollegen aufzubrechen. Trotz allen Lernens und Vorbereitens war die Aufregung gross, denn nun galt es, mit der lebendigen Realitaet in Afrika konfrontiert zu werden. Mein Zielort war Chililabombwe im Norden Sambias, kurz vor der Grenze zum Kongo. Meine Partner im Team waren Ekube Tekle, Aethiopien und Kirsten Andersen von Daenemark. Unsere Aufgabe war es, in ko-operation mit Peter Chelemu dem Projektleiter des oertlichen Child Aid Projektes, eine Hope-Station für den Distrikt Chililabombwe zu organisieren. Ekube arbeitete als Partnership in Development Volunteer, er hatte dafuer zu sorgen, dass wir mit Partnern rechnen konnten, die dem Programm finanziell helfen konnten.
Kirsten und ich waren Feldarbeiter. Wir gingen umher in den Townships und fanden ein reges Interesse für unsere Anliegen. So kam es, dass wir nach wenigen Wochen bereits eine Gruppe von 25 lokalen Freiwilligen zusammen hatten, mit denen wir unseren ersten Workshop veranstalteten, um sie zu Peer-Educators zu machen. Diese hatten die Aufgabe, in ihren jeweiligen Townships wieder Gruppen auszubilden und über HIV/Aids aufzuklaeren. Der Kern dieser ersten Gruppe ist zum Freiwilligenteam der Hope-Station Chililabombwe geworden und sie arbeiten noch heute dort und fuehren Programme aus, bilden Hope-Clubs in Schulen und veranstalten kleine Theatervorstellungen auf Marktplaetzen und bei Versammlungen verschiedenster Organisationen. Alles im Rahmen der Aids-aufklaerung.
Da mein Team mehr als genug fundraiste in Daenemark um die Schulkosten zu decken, konnten wir noch einen Betrag von 200 Dollar mitnehmen. Wir entschlossen uns dazu, von diesem Geld den ersten HIV-Tester für die Station zu kaufen. Dann organisierten wir mit den Laboranten und Aerzten der oeffentlichen Klinik Kakoso ein Vorbereitungstreffen, in welchem die Handhabung des Testers und das Fuehren eines Beratungsgespraeches mit Klienten beredet wurde. Dann konnten die Tests starten. Nun schlugen wir die Werbetrommeln, damit alle wissen konnten, wo es kostenlos Aidstests gibt. Natuerlich kann es ein grosser Schock sein für jemand, wenn er HIV+ testet. Deshalb starteten wir mit dem Positive Living Course (PLC).
Dieser Kurs lehrt mit HIV positv zu leben und andere vor Ansteckung zu schuetzen. Im Rahmen dieses Kurses legten wir drei mittlere Gemuesegaerten an, um unseren Klienten eine gesunde Ernaehrung zu ermoeglichen. Ein PLC erstreckt sich in der Regel ueber sechs Wochen und lehrt richtige Ernaehrung, Fitness, Gymnastik und auch Wissen über die eigene Krankheit und wie ein langes und gutes Ueberleben moeglich ist. Es gibt Hoffnung, wie der Name der Station schon sagt. Ausserdem lernen die Menschen, dass es nichts Schlimmes ist über Aids zu reden oder sich damit auseinanderzusetzen. Das Tabu wird gebrochen.
Heute arbeiten 7 Freiwillige staendig in der Hope-Station und PLC betreut ueber 40 Personen. In allen Schulen des Distriktes existieren Hope-Clubs und HIV/Aids ist als Schulfach bei der Benotung mit dabei (Gesundheitslehre). Es finden regelmaessig Kondom Benutzer Kurse statt und selbst in den Kirchen macht sich eine neue Offenheit bemerkbar. Natürlich ist Aids in Sambia noch lange nicht besiegt, viel mehr muss getan werden.
Doch dieser Bericht ist ein Zeugnis dafuer, dass es durchaus moeglich ist, eine Situation durch aktives Handeln zum Besseren zu wenden. Es war bei weitem nicht immer einfach und wir mussten viel Geduld und Ausdauer mitbringen, da immer wieder unvorhersehbare Schwierigkeiten auftraten, doch letztendlich gibt es jetzt eine funktionierende Hope-Station in Chililabombwe, die für alle ein Anlaufpunkt ist im Kampf gegen die Pest der neuen Zeit.
Sollte dieser kurze Text Ihr Interesse geweckt haben:
Es sind staendig neue Kurse am laufen und es werden auch staendig Menschen gesucht, die sich dazu entschliessen koennten, 14 Monate ihres Lebens zu verwenden, um fuer bessere Lebensbedingungen in den armen Gegenden dieser Welt zu kaempfen.
Nur Mut, es wird schon schiefgehen!
Jan
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Emily in Zambia
The arrival in Zambia was very exciting. Once I had picked up my luggage and joined Christopher, who was waiting for me, we took a taxi and went to the bus station of Lusaka... |
Mobilize people to get tested for HIV
My name is Sabine, I am from Germany and have spent the last six months in Mozambique. I worked there as a DI in HOPE Maputo. Hope is a project that combats HIV and AIDS. |
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